empathie training & coaching

nature of connection by michael blech

Wir können nicht für uns allein leben. Unsere Leben sind verbunden durch tausend unsichtbare Fäden und entlang dieser mitfühlenden Fasern laufen unsere Handlungen als Ursachen und kehren als Wirkungen zu uns zurück. Hermann Melville

bedeutung

Als soziale Wesen sehnen wir Menschen uns nach bereichernden und erfüllenden Beziehungen. Diese haben einen maßgeblichen Einfluss auf unsere physische sowie psychische Lebensqualität. Darüber hinaus entscheidet unsere ganz persönliche Beziehung zu uns selbst, wie wir die Welt um uns herum erfahren und damit auch, wie wir unseren Lebensweg beschreiten. Somit stellt sich die Frage: Was ermöglicht und fördert Verbindung mit mir selbst und anderen? Mit mir und meinen Mitmenschen in „natürlicher Verbindung“ zu sein, bedeutet mit meiner inneren Natur empathisch in Kontakt zu treten. Damit bekommt mein Verstand einen wichtigen Partner: Indem ich auch meiner Herzensweisheit folge, kann ich die mir innewohnenden und ganz individuellen Potentiale zur Entfaltung bringen. Dadurch erblüht nicht nur mein eigenes Leben – auch das der Menschen um mich herum wird bereichert und lässt eine Welt des wertschätzenden Miteinanders auf Augenhöhe wachsen. Indem ich mich ihnen ehrlich und authentisch öffne, mitteile und sie an meinem Leben teilnehmen lasse, lade ich sie zugleich ein, mich auf meinem eigenen Weg zu unterstützen. Dabei lebe ich selbstverantwortlich und kann eine ungeahnte Freiheit sowie inneren Frieden erfahren. Die Wildnis des Alltags wird zunehmend klarer: Ich kann alte Denkmuster, Gewohnheiten sowie Urteile überwinden und damit auch die Mauern, die zwischen mir und meinen Mitmenschen stehen.

wirkung

Egal ob im beruflichen oder privaten Kontext: Eine Verbindung mit uns selbst und anderen auf Basis von Empathie, Achtsamkeit, Wertschätzung und Verantwortung …

… setzt innewohnende Potentiale frei
… schafft Klarheit über tiefer liegenden Beweggründe
… bringt Freiheit durch Entwachsen alter Gewohnheitsmuster
… fördert Handlungsfähigkeit und Self-Empowerment
… schafft Leichtigkeit und inneren Frieden
… fördert Authentizität und Integrität
… ermöglicht aktives Zuhören
… ermöglicht effektives Mitteilen

… ermöglicht Verständigung selbst bei zwischenmenschlichen Hindernissen
… lässt Konflikte als Wachstumschance verstehen
… kreiert Beziehungen und Gemeinschaften auf Augenhöhe
… schafft nachhaltige Lösungen durch Kooperation
… fördert einen universalen sozialen Wandel

arbeitsphilosophie

nature of connection ist eine Symbiose aus Haltung und Methodik. Auf beidem liegt der Fokus beim Coaching und Training. Dieses setzt auf elementarer Ebene an: Gleich den Naturelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde bestehen beide Dimensionen aus jeweils vier einzelnen Elementen, welche gezielt erfahrbar gemacht und trainiert werden. Durch diesen holistischen Ansatz wird ein umfassender und nachhaltiger Transformationsprozess möglich.

4 elemente der haltung

Wir bringen unsere innere Haltung durch unsere Denkmuster, unsere Sprache und unser Handeln zum Ausdruck. Wollen wir letztere nachhaltig verändern, ist es wichtig, im Kern zu wachsen. Indem wir uns bezüglich unserer Achtsamkeit, Empathie, Wertschätzung und Verantwortung sensibilisieren und diese bewusst leben, schaffen wir die Grundlage für eine authentische und natürliche Verbindung mit uns selbst und unseren Mitmenschen. Diese Haltung basiert auf einem positiven, humanistischen und integrativen Welt- und Menschenbild. Sie verlässt alte Konzepte von „richtig“ und „falsch“ sowie „gut“ und „böse“. Sie lädt in ein Leben fernab von Forderungen, Kritik, Urteilen sowie Schuld und Scham ein. Sie legt den Fokus auf unsere Bedürfnisse und damit den Ursprung unseres Handelns. Dieses gestalten wir so, dass wir unsere Bedürfnisse in Kooperation mit anderen erfüllen. Dadurch kann eine gemeinsame und tragfähige Lösung im Allgemeinen und besonders auch in Konflikten entstehen.

Mit diesem Begriff wird die Fähigkeit bezeichnet, sich mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen oder denen eines anderen Menschen verbinden zu können. Es ist ein aktiver Prozess des einfühlenden Verstehens. Die Form von Empathie, die ich im Coaching sensibilisiere, ist ebenfalls durch ein Wohlwollen gegenüber der anderen Person gekennzeichnet. Wenn wir uns emphatisch mit einer anderen Person verbinden, dann sind wir mit unserer Präsenz ganz bei dem Gegenüber und verfolgen selbst keinerlei Absicht. Worte und Gesten erfolgen insofern nur um die Verbindung zu bestätigen oder zu vertiefen. Die Fähigkeit zur Empathie ist praktisch allen Menschen von Geburt an mitgegeben, kann jedoch durch mangelnde Erfahrung in der Kindheit unterentwickelt bleiben. Durch regelmäßiges Training und Üben ist es möglich diese Fähigkeit auszubauen.

Achtsamkeit ist eine Form der Aufmerksamkeit, die auf den gegenwärtigen Moment gerichtet ist. Dadurch sind wir mit all unseren Sinnen verbunden und können wahrnehmen, was ist: Wir treten mit uns selbst und der Welt in Verbindung. Die meiste Zeit sind wir aufgrund unserer Erziehung und Konditionierung in Automatismen gefangen, ohne die gerade durchlebende Erfahrung bewusst wahrnehmen zu können. Dies wirkt sich ganz entscheidend auf unsere Lebensqualität aus – in schwierigen Momenten ebenso wie in angenehmen. Neurowissenschaftliche Untersuchungen der Max-Planck-Gesellschaft haben ergeben, dass es möglich ist durch regelmäßiges Üben diese Fähigkeit auszubauen und die entsprechenden Gehirnareale nachhaltig umzustrukturieren.¹

¹Quelle: Bolz, Matthias (Hrsg.)/Singer, Tania (2013): Mitgefühl. In Alltag und Forschung. München: Max-Planck-Gesellschaft.

Oft verhindert ein lebensentfremdendes Verständnis von Verantwortung eine Verbindung zu uns selbst und unseren Mitmenschen. Wir leugnen die eigene und/oder übernehmen die Verantwortung anderer. Wir verweisen auf Pflichten, Schuldigkeiten und Normen. Wir glauben zudem, andere Menschen wären für unsere Gefühle verantwortlich und andersherum. Wir können jedoch nur für das Verantwortung übernehmen, über das wir auch wirklich Kontrolle haben. Wir sind deshalb für unsere Absichten und Ziele, Gedanken und Interpretationen, Gefühle und Bedürfnisse sowie unser Handeln (auch Nicht-Handeln) verantwortlich. Für die Reaktion anderer auf unser Handeln können wir nicht verantwortlich sein. Wie wir jedoch wiederum auf diese Reaktion reagieren, ist wieder in unserer Macht. Indem wir unsere Selbstverantwortung übernehmen und andere ihre übernehmen lassen, gestalten wir aktiv und selbstbestimmt unser Leben.

Leider haben wir uns oft durch unsere Erziehung, Konditionierung und Erfahrungen bestimmte Manipulationsmuster angeeignet, die verhindern, dass wir gut für uns sorgen können. Wir gestalten unsere Beziehungen aus einem „Macht über“ Prinzip und begegnen anderen Menschen nicht auf Augenhöhe. Selbst wenn wir einen liebevollen Umgang für jemand anderen aufbringen können, fällt uns das gegenüber uns selbst in der Regel schwer. Destruktive Denkmuster und ein kontinuierliches Vergleichen schneiden uns von unserer eigenen inneren Schönheit und Quelle ab. Wenn wir einen wertschätzenden und liebevollen Umgang mit uns selbst und anderen entwickeln und pflegen, können wir aus einer Fülle an Kraft schöpfen. Eine Kraft, die uns dient, auf unserem Lebensweg voranzuschreiten.

4 elemente der methodik

Unsere Sprache ist das Spiegelbild unserer inneren Haltung. Beide stehen in einer Wechselwirkung und lassen sich gegenseitig beeinflussen. Die Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall B. Rosenberg bietet einfache und praktische Methoden, eigene destruktive Denk- und Handlungsmuster zu erkennen. Sie trainiert unsere Fähigkeiten, die eigenen Interpretationen von tatsächlichen Beobachtungen zu trennen, Gefühle und Bedürfnisse zu erspüren und in Zusammenhang mit einer konkreten Bitte auch direkt auszudrücken. Dabei ist das emphatische Wahrnehmen und Berücksichtigen der Gefühle und Bedürfnisse der Anderen genauso wichtig. Der Erkenntnis- und Mitteilungsprozess der Methodik besteht ebenso wie der Haltungsaspekt aus vier grundlegenden Elementen: Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse und Bitte.

Die Beobachtung betrifft den Stimulus, der eine Reaktion bei uns ausgelöst hat. Wenn wir diesen Auslöser ansprechen, beschreiben wir, was wir tatsächlich mit unseren Sinnen wahrnehmen. Damit wird zwischen unserer Beobachtung auf der einen Seite und unseren Bewertungen, Interpretationen, Vergleichen, Analysen und Vermutungen auf der anderen Seite unterschieden. Ziel ist es eine Gesprächsbasis zu schaffen, der beide Seiten zustimmen können. Sind wir uns unserer Bewertungen und Interpretationen bewusst, können wir unseren Anteil an einem Konflikt erkennen.

Gefühle empfinden wir als Reaktion auf einen Auslöser. Wir können sie körperlich wahrnehmen und ausdrücken. Sie weisen uns darauf hin, ob und welche unserer Bedürfnisse sich in einer bestimmten Situation erfüllt oder nicht erfüllt haben. Bei erfüllten Bedürfnissen empfinden wir angenehme Gefühle, wohingegen wir unangenehmen Gefühle erleben, wenn Bedürfnisse nicht befriedigt wurden. Andere Menschen und ihre Handlungen sind deshalb niemals Ursache für unsere Gefühle.

Bedürfnisse sind der Antrieb unseres Lebens. Jede Handlung ist ein Versuch, sich eines oder mehrere zu erfüllen. Dabei haben alle Menschen die gleichen Bedürfnisse. Diese sind jedoch in einem jeweiligen Moment in unterschiedlichem Maße erfüllt oder unerfüllt. Wie wir eine Situation interpretieren wird bereits durch unsere jeweilige Bedürfnislage beeinflusst. Unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und unser Überleben hängen davon ab, wie wir für unsere Bedürfnisse sorgen.

Mögen die Bedürfnissen auch universal sein – die Strategien der Menschen, sich diese zu erfüllen, sind äußerst unterschiedlich. Je klarer wir uns über unsere jeweilig lebendigen Bedürfnisse sind, desto gezielter können wir auswählen, welche Strategie am effektivsten dafür ist. Dabei ist eine Bitte im Gegensatz zu einer Forderung viel wirkungsvoller. Eine Forderung ruft automatisch Widerstand hervor, wohingegen eine Bitte eine Einladung darstellt, die das Bedürfnis nach Selbstbestimmung der anderen Seite achtet. Es geht letztlich darum eine Lösung zu finden, die die Bedürfnisse beider Seiten berücksichtigt und damit auch von beiden Seiten auch tragbar ist. Eine Bitte wird dadurch effektiv, dass sie positiv ausgedrückt wird, konkret, machbar und gegenwartsbezogen ist.